Morgan Sports Car Club Deutschland

26. September 2014

Nach 5 Läufen zum Lew Spencer Cup hatten fast 6 Fahrer die Chance, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Die besten Optionen konnten sich Achim und Günter ausrechnen, aber auch Reinhard, André und Ralf standen gut in den Startlöchern.

So war es auch keine Überraschung, dass sich fast ein Drittel der bestplatzierten Fahrer zum letzten Lauf in L’Anneau du Rhin angemeldet hat. Ein Wermutstropfen...unsere Konstante Oliver konnte diesen Termin nicht wahrnehmen (zum ersten Mal in 5 Jahren!), so dass ich mich entschlossen habe, die Rolle des Sportwarts zu übernehmen.

Mein Anfahrtsweg war ohne Trailer und leider ohne Morgan etwas entspannter als üblich. Zufällig traf ich Reinhard, André und Ralf an einer Raststätte und konnte den Rest der Strecke die schönen Moggies vor mir sehen. Gut gelaunt erreichten wir unser Hotel, konnten auf der Sonnenterrasse das ein oder andere Getränk genießen, die anderen „Jungs und Mädels“ begrüßen und die neuen Autos begutachten. Carsten präsentierte seinen mit Kompressor getunten Roadster LTW, Adrian wieder ein „richtiges“ Clubauto (in der falschen Farbe?) und Willi konnte endlich seine(n) Baby Doll vorführen.

Wer uns kennt, kennt auch den Ausklang des Abends. Schön war’s...

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Am nächsten Tag erreichten wir nach 10 Min. Fahrt durch die elsässische Idylle die Rennstrecke. Hier stießen wir auf die illustre Gruppe vieler Fremdfahrzeuge, überwiegend Lamborghini, Porsche und Lotus, jedoch konnte sich unsere Morgantruppe mit 13 Fahrzeugen durchaus sehen lassen. Eva’s und Fritz’ professionelle Organisation machte den Ablauf für alle einfach- nach dem Einschreiben wurde der Zeitplan ausgegeben, wobei die Morgan in zwei Gruppen aufgeteilt wurden.

Nach den ersten Trainingsläufen konnten wir anhand einer Tabelle ruckzuck die schnellsten Autos ausmachen. Die Moggies haben sehr gute Ergebnisse erreicht... Wow, Günter nur 0,083 Sek. langsamer als der schnellste Lambo und knapp 1 Sek. hinter dem sehr schnellen Lotus. Ralf dicht dahinter, aber mit normaler Frontscheibe und noch serienmäßigem Fahrwerk, gefolgt von Karsten, der mit seinem LTW einen sehr sauberen Fahrstil gezeigt hat. Willi konnte sehr gut Anschluss an die Frontgruppe halten, hat aber verständlicherweise sein neues Baby BabyDoll leicht geschont. Dicht dahinter Nicki mit dem Plus 8- er konnte sein Verständnis und Gefühl für die Ski-Arenen dieser Welt auch im Auto umsetzen. Überrascht haben mich die Leistungen von André und Emanuel. André hat Riesenfortschritte gemacht und war mit seinem serienmäßigen Roadster nur 2 Sek./Runde langsamer als der rennmäßig getunte Roadster LTW. Das Auto von Emanuel zeigte sich sehr zuverlässig und war der schnellste 1600er im Feld.

Adrian, der nach einem kurzem Abstecher in Richtung Porsche nun wieder mit einem clublike car, einem Roadster LTW gekommen ist, überraschte mit einem sehr regelmäßigen Fahrstil- das/der sollte sich am Ende des Tages noch als erfolgreich erweisen

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Das Familien-Team von „Father & Son“, als Doppelstarter mit einem Auto unterwegs, lieferte schon einen Elsass-Krimi - wer ist schneller und regelmäßiger unterwegs? Wenn ich richtig gesehen habe, lag hier Nicki vorn. Reinhard und Michael haben, wie gewohnt, sehr gute Leistungen gezeigt und aus meiner Pitwalk-Sicht gab es gar nichts zu meckern. Unser Gast Roland hat sich sehr gut in unsere Gruppe integriert und fiel wegen seines besonderen Helms auf.

An dieser Stelle sei zu vermerken, dass sich für die Zuschauer (in diesem Fall auch für mich) ein sehr attraktives Bild gezeigt hat. Das Niveau der Fahrer und der professionell vorbereitenden Fahrzeugen ist mittlerweile sehr hoch. Unsere Autos machen, wenn sie in geschlossener Formation die Kurven ansteuern, einen Spitzeneindruck!

Bei meiner ungewohnten Sicht(weise) konnte ich in den offenen Autos fast jede Bewegung der Fahrer sehen und analysieren.

 

Mein Fazit : „Morgan fahren ist einfach geil und Ihr seid SPITZE!!“

Nach der Mittagspause, hier wurden wir mit einem klasse Buffet (im Startgeld incl.) verwöhnt, wurde es Zeit für die Wertungsläufe. Zuerst haben die Fahrer die Möglichkeit

bekommen, ihre Fahrzeuge „warm“ zu fahren- leider kam es hier zum Ausfall von Achim’s Plus 8. Plötzlich hat seine Hinterbremse nicht funktioniert, ganz profimäßig konnte er das Auto jedoch gut abfangen. Leider konnte er dann nicht mehr aber an den Wertungsläufen teilnehmen und verlor somit jegliche Siegchance. Er hat seine verständliche Enttäuschung meisterhaft versteckt, aber jeder kann sich vorstellen, wie man sich dann fühlt.

Nun denn.... hier hat er die Ritterlichkeit und Solidarität seiner Clubfreunde unterschätzt, Nicki und er konnten sich Fahrzeuge anderer Teilnehmer ausleihen und weiter mitfahren.

Also? Morgan fahren im MSCCD ist nicht nur geil sondern auch fair und kollegial- CHAPEAU!!

Nach dem ich mich davon überzeugt hatte, dass sich weder Handys noch andere Zeitmessgeräte in den Autos befinden, wurden die Moggies in zwei Gruppen auf die Strecke geschickt- und zwar in Zeitabständen, die ein freies Fahren ohne Überholvorgänge erlaubten, um so die Chancengleichheit für alle zu garantieren. Alles klappte hervorragend und nach kurzer Zeit waren die Ergebnisse bekannt, hier ein DANKESCHÖN an die Zeitmessung.

Der Sieger des sechsten Laufs um den Lew Spencer Cup ist Günter Biener, gefolgt auf Platz 2 von Adrian Schönborn und Fritz Gölz auf Platz 3.

Die Zeitunterschiede waren bei sechs ausgewerteten Runden minimal- 0,681Sek beim Gewinner und 5,214 Sek beim letzten Teilnehmer.

Somit konnte ich schon inoffiziell dem Gewinner des Lew Spencer Cups 2014 gratulieren- well done Günter!

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HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN DIE GEWINNER!!!

Abends konnten wir, nach einem sehr guten Essen, für dieses Jahr die Sieger zum letzten Mal mit den Clubpokalen ehren und uns am nächsten Morgen in die Winterpause verabschieden.

TIME FLIES... die erste LSC-Veranstaltung führt uns alle, in hoffentlich „alter Frische“ schon am 25. April 2015 in Metz wieder zusammen.

Bis zum nächsten Treffen grüßt Euch Euer Präsident ganz morganlich und dankt allen MSCCD Mitgliedern für die erfolgreiche und faire Saison, die hier am Rheinring bei strahlendem Sonnenschein mit einer tollen Veranstaltung zu Ende gegangen ist.

Bleibt dem MSCCD gesonnen- Stefan