Morgan Sports Car Club Deutschland

Sandkastenspiele im Regen von Groß Dölln

Donnerstag 14:30 Uhr: Endlich ist der Bulli gepackt und das Fremdfahrzeug auf dem Hänger verzurrt. Wie immer kommen wir später an der Werkstatt weg als geplant. Diesmal hat uns ein TÜV Prüfer warten lassen, na ja....... Und das alles mit der Vorfreude, die bereits am Wochenanfang eingesetzt hat! Endlich mal wieder auf die Strecke, ein wenig abschalten und austoben.

Aber dann geht es los, auch wenn wir erst einmal die 585 km bis nach Groß Dölln hinter uns bringen müssen. Auf der Fahrt dorthin sieht alles ganz gut aus, kaum Regen, der Anhänger rumpelt dank neuer Reifen nicht mehr und die osteuropäische LKW Flut lässt uns auch einigermaßen durchkommen.

Nach sechseinhalb Stunden kommen wir endlich am Hotel an und erahnen bereits im Dunkeln, was für ein tolles und landschaftlich schön gelegenes Hotel der Vorstand da wieder organisiert hat.

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Nun schnell eingecheckt und dann zur Truppe stoßen, die bereits in der Grillhütte am See eingetroffen ist. Nach einer kurzen, aber wie immer herzlichen Begrüßung durch alle genießen wir noch eine Kleinigkeit vom Grillbuffet und werden dann durch den Rest der Truppe zum Verzehr alkoholischer Getränke genötigt!

Gegen 23:00 Uhr verlassen wir die Grillhütte in Richtung Hotelbar, denn wir haben noch einen wichtigen Tagespunkt zu erledigen: Simon, unser aktuell jüngster Fahrer hat am nächsten Tag Geburtstag! Somit haben wir uns auf direkte Anweisung seiner Mutter an den Vater kurzfristig entschlossen, in den Geburtstag hinein zu feiern. Dieses wurde dann auch mit einigen weiteren alkoholischen Getränken standesgemäß erledigt!

Aber dann ab ins Bett, denn am nächsten Tag ist ja unser nächster Lauf zur Clubmeisterschaft!

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gegen 8:30 Uhr ging es dann los. Nur 5 km zur Strecke, der Hammer!

Leider regnet es und zwar nicht nur ein wenig - na ja, mal sehen was kommt.

Am Driving Center angekommen, erwartet uns ein perfektes Gelände für unsere offenen Fahrzeuge. Wir können einen alten Flugzeug Hangar nutzen und auch draußen gibt es drei fest montierte Pavillons. So stehen alle, die kein Dach mit haben, trocken. Super!

Na ja, bis auf das Wetter! Alle sind sich einig und bekommen dies auch noch einmal von unserem unermüdlichen Sportwart Oliver eingeimpft: Leute macht langsam und lasst die Autos heil!! Gesagt getan, nach einer kurzen Einführung durch Oliver, Thomas und Manfred für die Streckenneulinge ging es dann los. Wir hatten natürlich keine regentauglichen Reifen dabei, somit war für uns herantasten angesagt. Barni fuhr den ersten Stint und kam sichtlich beeindruckt wieder in die Box. Zitat: "Auto is' geil, Strecke is' sauglatt, Reifen für das Wetter sind echt Sch.....!" Also dann, ich rein ins Auto und raus auf die Strecke – man, was für ein Eiertanz hab ich nur gedacht. Also gaaaanz sachte!

Zur Mittagspause ging es über das Fahrsicherheitszentrum zu einem anderen Hangar, der zur Kantine ausgebaut wurde. Hier gab es ein zünftiges Mittagessen mit anschließender Ruhepause.

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Gegen 14:00 Uhr dann der zweite Teil der Gleichmäßigkeitsprüfungen. Da der Regen nun etwas nachgelassen hatte, wurden die Zeiten auch etwas besser. Jedoch waren diese Verhältnisse tückischer als die mit viel Regen und so kam es, wie es kommen musste! Rennunterbrechung wegen eines amtlichen Abflugs in die Botanik. Ralf L. aus R. vergrub quasi sein Auto im Sand des Streckenauslaufs und musste mittels Klappspaten und Bergungsfahrzeug geborgen werden. Gute Nachricht hierbei: Auto dreckig, Fahrer nur im Stolz verletzt!

Alles in allem lief der Tag aber trotz des Regens sehr gut. Alle waren sehr vernünftig und fuhren den Umständen entsprechend. Dass fast alle mal einen kleinen Ausrutscher bzw. Dreher hatten, ist unter diesen Bedingungen ja normal. Zumal niemand wirkliche Regenreifen dabei hatte. Fazit: Es wurde toller Motorsport geboten und ALLE Autos blieben ganz!

Gegen 17:00 Uhr waren wir alle etwas durchnässt und müde, aber glücklich zurück im Hotel. Nach einer ordentlichen Dusche und einem schnellen, sogenannten Anlegerbier, ging es gemeinsam zum Abendessen. Die Küche zeigte hier, welche Qualitäten sie besitzt! Ganz große Klasse!

Nach dem Essen und ausführlichem Austausch der Erlebnisse auf der Strecke ging es zur Siegerehrung. Hier zeigte sich einmal mehr das hohe Niveau der Teilnehmer . Die ersten 5 lagen mal wieder sehr dicht beieinander.

Die Platzierungen:

  1. Platz: Jan Hein
  2. Platz: Thomas Bredendiek
  3. Platz: Jasper Hein

Und alle innerhalb von EINER Minute. Wahnsinn bei dem Wetter!

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Hierzu noch einmal ein großes Dankeschön an Axel für die immer wieder perfekt organisierte Zeitnahme und die doppelte Arbeit mit der zweiten, neuen Messapparatur! Danke!

Somit ergibt sich vor dem LETZTEN Lauf in L`Anneau du Rhin die Konstellation, dass noch 5 Fahrer die Meisterschaft gewinnen können!

Nach der Siegerehrung zogen wir gemeinschaftlich in Richtung Hotelbar, wo wir uns mit diversen Kaltgetränken stärkten, weitere Pistenerlebnisse austauschten und vor allem unserem jüngsten Fahrer einen guten Job konstatierten. Denn diese Verhältnisse auf der Strecke mit einem leistungsstarken Hecktriebler, Semislicks, zum ersten Mal allein und ohne etwas zu zerlegen zu meistern, das verdient! RESPEKT Simon!

Nach einer kurzen Nacht traf man sich dann am Samstag morgen zum Frühstück, wo fast alle außer Achim anwesend waren! Der arme Kerl hatte ja die längste Anreise aus der Schweiz und dementsprechend einen weiten Weg nach Hause! Er war bereits gegen 5 Uhr abgereist. Chapeau!

Alle anderen verließen nach und nach das Hotel und waren sich einig: WIEDER MAL EINE TOPVERANSTALTUNG, DIE VON UNSEREM VORSTAND STEFAN, MANFRED UND OLIVER ORGANISIERT WURDE! EINEN RIESEN DANK FÜR EURE TOLLE ARBEIT! MAN KANN ES GAR NICHT HÄUFIG GENUG BETONEN! Also uns würde es nicht wundern, wenn die DREI das Wetter demnächst auch noch bestellen können!

DANKE!

Bis neulich,

Thomas + Barni

Bilder von der Veranstaltung sind übrigens in der Galerie zu finden!