Morgan Sports Car Club Deutschland

Samstag, 21.7.2012
Anreisetag:  WOKING

                           

Wir selbst hatten das Vergnügen mit der Bahn von London Victoriastation ruckzuck am
frühen Abend zum vereinbarten Zeitpunkt das Holiday Inn in Woking anzusteuern.
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel trafen wir auf Ingrid und Ulli.
Kleiner Begrüßungstrunk mit den beiden im Pub um die Ecke tat gut. 

Die ganze Nummer (Clubreise) hatte für uns eine kleine, aber nicht unwesentliche Vorgeschichte, da unser Mog bereits auf der Anreise nach England, eine Woche zuvor, bei Starkregen mit feuchter Elektronik die Flügel streckte, die Weiterfahrt in seine Heimat verweigerte und wir kurzfristig auf ein klassisches Fremdfabrikat (VW 1303 Cabrio) umsteigen mussten.

                                   

Wir bitten an dieser Stelle noch mal um Nachsicht bei allen Beteiligten, da es sich nicht
um einen Sportwagen, sondern Kleinwagen handelt (siehe Clubstatuten). 
Der Mog hat sich seinen Nickname "Black Sheep" seitdem redlich verdient.

                    

Präsident Stefan, Kassenwart Manfred und Sportwart Oliver stimmten die ganze, wohlbehalten eingetroffene Meute beim abendlichen Buffet auf den folgenden Tag in bekannt charmanter und effektiver Art ein, so dass alle, soweit ich das von dieser Stelle aus noch erinnere, rechtzeitig zur Nachtruhe kamen.

                    

Sonntag, 22.7.2012
Weiterfahrt zu den SILVERSTONE Classics

                              

Heute begann der offizielle Teil der Clubreise zu nachtschlafener Stunde. Es bestand die Befürchtung, wir kämen bei ca.1,5 Std. Anfahrt zu spät und dann nicht mehr ins Enfield, wo wir auf die englischen MSCC-ler treffen sollten.
Der Präsident führte. Sein Navi hatte wohl verschlafen oder den Linksverkehr
noch nicht realisiert. Axel übernahm kurzfristig und auf ging es, über die M 25 im Konvoi nach Norden vorbei an Eton und Slough. 
Nach Wechsel auf die M 40, vorbei an Oxford, musste das Marschtempo ein bisschen dem Tempo unseres Krabbeltieres eingepasst werden.  
Hat aber dennoch alles hervorragend geklappt, und wir waren weit vor der Zeit am Racecourse von Silverstone.
Die dort befindlichen Eingeborenen waren das Anreisen von Auto- und sonst wie Verrückten ja gewohnt (oder ist es das weltbekannte englische Schlangestehen?), so dass wir am Sammelpunkt 49 außerhalb der Strecke wohlgeordnet eingewiesen wurden.

                                      

Nachdem Fr.... auch eine Eintrittskarte erworben hatte (man sollte vielleicht doch endlich Mitglied in diesem netten Club werden) und klar war, dass unser Krabbler und der Bulli "draußen bleiben mussten" (es handelt sich bei den Silverstone Classics um eine Markenclubveranstaltung bei der die Fa. Volkswagen wohl nicht vertreten ist, da als zu "unsportlich" eingestuft. Oder wir haben den Stand einfach nicht gefunden), bestand nun das Phänomen der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit ins Enfield in einem standesgemäßen Fahrzeug der Fa. MORGAN. Hier noch mal herzlichen Dank an Adrian, der mich auf seinem Gepäck auf der "richtigen" Seite mitreisen ließ. Er fährt einen Rechtslenker. Wo meine liebe Frau mitreiste weiß ich nicht. 
Im Enfield befand sich auf Markenclubplatz 9 schon eine ordentliche Menge an britischen MORGAN. Wir dürfen hier sicher mit Stolz anmerken, dass der MSCCD das Ganze mit seinen Fahrzeugen mächtig aufgepeppt hat.

                  

Gekrönt wurde die Showreihe von einem Sonnenzelt mit MORGAN-Logo unter dem sich für nette Gespräche der allen bekannte Richard Thorne und ein MSCC- Clubvertreter aufhielten. Dieser englische Herr, dessen Name mir leider entfallen ist, würde uns in den nächsten Tagen noch weiter zur Verfügung stehen und mit seinem 3 Wheeler zu einer sagenumwitterten Automanufaktur in Malvern Link und sensationellen Bergrennstrecke begleiten. Für die Damen gab es unter dem Sonnensegel, glaube ich, Champagner.

                                         

Sitzen konnten sie auf Loungesesseln. War auch gut so: weil Sonne und Autos strahlten um die Wette und produzierten reichlich innere und äußere Hitzewallungen, wobei die innere Wallung bei den Herren wohl eher Begeisterung für die Veranstaltung war. Wer Silverstone kennt, weiß dass im Home of British Motorsport eigentlich der Regengott wohnt.
Auf der Rennstrecke heizten die Matadoren mit Rennbüchsen aller Baujahre, Klassen und  Marken um die Wette. Echte Racer geben eben alles, bleiben aber dennoch gentlemanlike.

                   

In den Boxen des neuen "Wing" konnte man die Pretiosen im Ruhe- oder Defektzustand bewundern. Eine Verkaufsauktion für sammelwütige Petrolheads lief im 1.O.G., Jasper soll dort gesichtet worden sein. Jasper verzeihe mir diesen Nachsatz, aber er paßt so gut hierhin, auch wenn es ein Gerücht ist.
So konnte jeder locker über das riesige Gelände schlendern und die sonntägliche Zeit damit verbringen wonach es ihm gelüstete.

                     

      
   
Beate und ich meinten nach Verteilen der MSCCD-Jahresfahrtbadge gegen 15.30 Uhr die Weiterreise nach Tewkesbury ins Hilton Puckrup Hall anzutreten, wo wir nach Fahrt über verwunschene Nebenstraßen (Danke an die Navi-Else) pünktlich zum High-Tea eintrafen.

                                                                                    

Gegen 19.30 Uhr gab es erstmal in dem für uns vorgesehen Clubraum einen Aperitif in Form diverser alkoholischer Getränke.

                                                                                

Da meine Frau Beate von der Zubereitung von Speisen und deren Bekömmlichkeit mehr versteht als ich, überlasse ich ihr gerne die Beschreibung des nachfolgenden Abendmahls.

Danke lieber Ehemann!

Das Essen war entgegen einiger weiterer Essen nicht weiter erwähnenswert, wobei ich über die generelle Qualität der englischen Küche positiv überrascht war.
Sehr begeistert war ich von unserer zahlreich vertretenen „jeunesse doree“, die wir doch bei einem weiteren Besuch eines Hiltons mit der Anwesenheit von der Hotelerbin Paris beglücken sollten.

                  
           

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Text:   Rüdiger und Beate Fischer
Fotos: Manfred Möller
           Tino Wilmshöfer